Über uns

Wer wir sind

1. Wir sind Christinnen und Christen:
Wir glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, wie er uns im Alten und Neuen Testament bezeugt wird.

2. Wir sind evangelisch:
Mit den Kirchen der Reformation bekennen wir Jesus Christus als den Herrn und Retter der Welt, der uns allein aus Gnade und allein durch den Glauben vor Gott gerecht gemacht hat. Die Bibel ist Maßstab für unsere Lehre und unser Leben.

3. Wir sind Gemeinden gläubig getaufter Christinnen und Christen:
Wir taufen Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Glaubensentscheidung die Taufe erbitten und Mitglied einer Gemeinde werden wollen.

4. Wir sind eine Freikirche:
Seit unserer Entstehung treten wir für Religions- und Gewissensfreiheit ein und befürworten die Trennung von Kirche und Staat. Unseren Haushalt bestreiten wir aus freiwilligen Beiträgen unserer Mitglieder.

5. Wir sind ein Gemeindebund:
Unsere Ortsgemeinden wissen sich von Gott in regionale Verbände und zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zusammengeführt. Obwohl sie selbständig sind, wollen sie nicht unabhängig voneinander sein.

The Baptist Principles

Was Baptistengemeinden weltweit verbindet, fassen die Baptist Principles, die baptistischen Grundsätze, zusammen:
  1. Die Bibel als Gottes Wort, daher alleinige Regel und Richtschnur für Glauben und Leben.
  2. Die Gemeinde der Gläubigen, daher die Notwendigkeit von Mission und Evangelisation.
  3. Die Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens, daher Verbindung von Taufe und Gemeindemitgliedschaft.
  4. Das allgemeine Priestertum aller Gläubigen, daher keine Ämterhierarchie (Rangordnung).
  5. Die Selbständigkeit der Ortsgemeinde, daher kein mit besonderen Befugnissen ausgestatteter kirchlicher Überbau.
  6. Glaubens- und Gewissensfreiheit, daher Trennung von Kirche und Staat.

Ausführlichere Informationen über baptistische Theologie finden sie u. a. in der Rechenschaft vom Glauben:

Unser Leitbild

Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir sehen Gebet, Bibelstudium und Gottesdienst als Quelle und grundlegende Ausdrucksformen unseres geistlichen Lebens, das wir in großer Vielfalt gestalten wollen.

Hintergrund:

  • Gebet, Bibelstudium und Gottesdienst sind zentrale Lebensäußerungen unseres Glaubens. Die Vielfalt der Ausdrucksformen unserer Frömmigkeit ist dabei eine Chance, die aber auch zu Konflikten führen kann.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Die persönliche Frömmigkeit jedes und jeder Einzelnen ist uns wichtig.
  • Gebet findet in vielerlei Formen statt: persönlich und öffentlich.
  • Die Bibel spielt im Gottesdienst eine zentrale Rolle. Dabei geschieht die Auslegung biblischer Texte in großer Vielfalt: durch Theolog:innen und Laien, Frauen und Männer, ältere und jüngere Menschen.
  • Hauskreise und Themenabende bieten weitere Zugänge zur Bibel.
  • Unsere Gottesdienste gestalten wir in großer musikalischer und liturgischer Vielfalt.
  • Die Mitte in alldem ist für uns Jesus Christus: Die Vielfalt in der Gemeinde muss sich an ihm messen lassen und orientieren.
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir gestalten das Gemeindeleben so, dass Menschen aller Altersgruppen Gott begegnen, in verbindlicher Gemeinschaft leben und sich in ihrer Persönlichkeit entwickeln.

Hintergrund:

  • Wir sind dankbar, dass Menschen in unseren Gemeinden Gott begegnen. Obwohl Gott souverän ist, nutzt er unsere Gestaltungsmöglichkeiten, um Menschen zu erreichen.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Wir heißen Menschen aller Altersgruppen willkommen, unabhängig von ihrer Herkunft und Prägung, von Familiensituation und Bildung, sozialem Status und sexueller Orientierung.
  • Was wir dazu beitragen können, dass Menschen in unserer Gemeinde Gott begegnen, versuchen wir zu tun, z.B. durch das Angebot von Seelsorge und Beratung, Möglichkeiten zur Begegnung mit anderen Menschen (Begegnungsteil im Gottesdienst, Eat & Meet, Gemeindefreizeit, Hauskreise) und die Einladung zu vielgestaltiger Mitarbeit.
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir verkündigen das Evangelium von Jesus Christus zeitgemäß und tragen durch unser Leben dazu bei, dass Menschen mit Gott versöhnt und mündige Christen werden.

Hintergrund:

  • Gott erreichte die Menschen der Bibel in ihrer Zeit, in ihrer Lebenswelt und in ihrer Sprache. Deshalb wollen wir als Christ:innen das Evangelium auch in unserer Zeit unverkrampft, konkret und verständlich weitergeben.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Verkündigung und gelebtes Evangelium gehören zusammen! Sie sind zwei Aspekte der Versöhnung mit Gott.
  • Die Aufforderung “Lasst euch versöhnen mit Gott!” wollen wir authentisch, zeitgemäß, verständlich, alltagstauglich, unbeschwert, ungezwungen und zwanglos “übersetzen”.
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir bezeugen Gottes Liebe in Jesus Christus, indem wir uns für Menschen einsetzen, die Hilfe brauchen, unabhängig von ihrem Glauben und ihrer Herkunft.

Hintergrund:

  • Die tätige Nächstenliebe hat von Anfang an das Leben Einzelner und Gemeinden geprägt. Sie veranschaulicht das Evangelium von der Liebe Gottes zur Welt. Mit den Herausforderungen durch die Not der Menschen ändern sich auch immer wieder die diakonischen Aufgabenfelder.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Diakonisches Engagement gehört für uns zur Identität unserer Gemeinde dazu.
  • Wir wollen Gemeinde für unseren Stadtteil sein.
  •  Die Not, der wir hier begegnen hat viele Gesichter: Armut, Migration, Bildung. Unsere diakonischen Angebote und Projekte (z.B. Winterspielplatz, Kiezpatenschaften) sind der Versuch einer Antwort darauf.
  •  Darüber hinaus ist uns der “Blick über den Tellerrand” wichtig. Darum unterstützen wir auch internationale Projekte (z.B. Uzimatele, ein Kinderheim in Nairobi/Kenia).
  •  Außerdem bieten wir mit unseren Räumlichkeiten Menschen aus dem Kiez ein “offenes Haus” (Winterspielplatz, Kiezcafé).
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir gestalten unsere Welt verantwortlich mit, denn Gott liebt seine Schöpfung und will Gerechtigkeit und Frieden.

Hintergrund:

  • Zur weltweiten Tradition unserer Gemeinden gehört schon immer der Einsatz für Menschenrechte und (Religions-) Freiheit. Wir wollen dieses Erbe neu entdecken und weiter entwickeln, auch da, wo politisches Handeln erforderlich ist. Wir wollen mit unseren christlichen Wertvorstellungen gesellschaftspolitische Entwicklungen mitgestalten – vor Ort, in unserem Land und weltweit.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Wir engagieren uns im interkulturellen und interreligiösen Dialog. Darum arbeiten wir mit WIR SIND DA, der Bürgerplattform Wedding/Moabit, mit dem Kiezplenum, dem Bezirksamt und dem Quartiersmanagement zusammen.
  • Die Unterstützung des fairen Handels (durch unsere Faire Theke), interkulturelle Begegnung im Kiezcafé und die Unterstützung verschiedenster externer Projekte und Initiativen sind uns wichtig (z.B. Projekte der Europäisch-Baptistischen Mission, des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden und des Gemeindejugendwerks).
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir pflegen eine offene und verständliche Kommunikation auf allen Ebenen, um Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu fördern.

Hintergrund:

  • Wir glauben, dass jeder Christin und jeder Christ Zugang zu Gott hat und Gottes Geist in ihm lebt. Deshalb werden bei uns Entscheidungen von großer Bedeutung in der Gemeindeversammlung aller Mitglieder bzw. im Bundesrat aller Gemeinden getroffen. Weil alle mitentscheiden, müssen auch alle ausreichend und offen informiert sein.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Transparenz und Partizipation sind uns wichtig. Darum pflegen wir eine kontinuierliche und vielfältige Kommunikation
  • Unsere Gemeindeversammlungen, die mehrmals im Jahr stattfinden, sind offen für Gäste und Freunde der Gemeinde.
  • Der Kommunikation untereinander und nach außen dienen – neben den persönlichen Kontakten – der monatlich erscheinende Newsletter, das Infoboard im Gottesdienstraum, die Homepage (www.baptisten-wedding.de) und regelmäßige Informationen zu den Anliegen und Aktivitäten der Gemeinde im Gottesdienst.
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir fördern Menschen durch ein breit gefächertes Bildungsangebot und qualifizieren sie für ihre Aufgaben in Gemeinde und Gesellschaft.

Hintergrund:

  • Gott beruft und begabt Menschen zur Mitarbeit. Die Anforderungen an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verändern sich ständig. Um dem gerecht zu werden, ist Aus- und Fortbildung in vielen Bereichen und auf allen Verantwortungsebenen nötig.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Wir verstehen unsere Gemeindearbeit auch als eine Form der “informellen Bildung”.
  • Wir bieten Menschen, die bei uns mitarbeiten, Begleitung, Hilfestellung, Aus- und Weiterbildung an. Dafür nutzen wir insbesondere die Angebote des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (z.B. im Bildungszentrum Elstal).
  •  Wir wissen: Mitarbeit in der Gemeinde macht fit für die Gesellschaft. Darum bieten wir in unserer Gemeinde insbesondere jungen Menschen einen Entfaltungsraum, in dem sie sich und ihre Gaben ausprobieren können.
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir verstehen unter Leitung, Einzelne und Gemeinden so zu führen und zu fördern, dass Begabungen entfaltet, Veränderungen bewältigt und Ziele erreicht werden können.

Hintergrund:

  • Leitung ist eine Gabe für die Gemeinde, sie hat dienende Funktion und ist nicht Selbstzweck. Sie soll den Raum schaffen, dass der Leib Christi aufgebaut wird und Einzelne für den Dienst in Gemeinde und Welt zugerüstet werden.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Wir pflegen einen zurückhaltenden Leitungsstil mit flachen Hierarchien und möglichst großer Beteiligung möglichst vieler (“Begleitung statt Leitung”).
  • Damit wollen wir “mündiges Christsein” fördern.
  •  Menschen sollen in unserer Gemeinde vorbereitet, befähigt und ermuntert werden, sich in Gemeinde und Welt zu engagieren.
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir bilden als selbständige Ortsgemeinden einen Bund, um füreinander einzustehen, gemeinsame Aufgaben wahrzunehmen und unsere Einheit in Lehre und Leben zu entfalten.

Hintergrund:

  • Unser Bund besteht aus selbständigen Gemeinden, die aber nicht voneinander unabhängig sein wollen. Wir erleben den Bund als Gemeinschaft von Gemeinden, Vereinigungen und Werken, durch die Gott uns beschenkt und durch die wir gemeinsam ihm und den Menschen dienen können.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir in der Vergangenheit durch den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden erfahren haben und noch erfahren. Die Solidarität unserer Bundesgemeinschaft haben wir positiv erlebt – als einen Austausch, von dem alle Seiten profitieren. Darum unterstützen wir den Bund durch Bundesbeiträge und Kollekten sowie durch unsere Beteiligung an den jährlich stattfindenden Bundeskonferenzen.
  • Außerdem engagieren wir uns – im Rahmen unserer Möglichkeiten – für den internationalen Baptismus im Rahmen der European Baptist Federation und von Baptist World Alliance.
Das Leitbild des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden…

Was wir wollen:

  • Wir suchen als Teil der ganzen Christenheit die Gemeinschaft und Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Kirchen und den Dialog mit dem Judentum.

Hintergrund:

  • Wir gestalten das Miteinander mit anderen Christ:innen und Kirchen auf unterschiedlichen Ebenen als Austausch im Geben und Nehmen. Dabei verstehen wir uns als Teil des universalen Leibes Jesu Christi. Als Christ:innen sind wir mit dem Judentum in besonderer Weise verbunden und als Deutsche besonders verpflichtet.
…und was das mit der Baptistenkirche Wedding zu tun hat
  • Wir pflegen den ökumenischen Dialog durch eine enge Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen in unserem Kiez (Bibelgesprächswochen, Ökumenischer Pfingstgottesdienst etc.).
  • Wir pflegen den interreligiösen Dialog (vor allem mit dem Islam) im Rahmen unserer diakonischen Projekte und unserer Mitarbeit in der Bürgerplattform Wedding/Moabit.

Finanzierung

Kirchensteuer zahlt man bei uns nicht. Natürlich haben wir Kosten, um das Gemeindeleben zu gestalten. Wer zu uns gehört oder uns unterstützen möchte, zahlt nach eigenem Ermessen einen freiwilligen Beitrag. Diese Freiheit ist uns wertvoll. Da wir als Kirche eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.) sind, quittieren wir diese Spenden, sie sind damit von der Steuer absetzbar.

FAQ

Weil der Glaube immer mit einer bewussten Lebensentscheidung zu tun hat, bei der kein Mensch einen anderen vertreten kann. Eltern und eine Gemeinde können Kinder – auch ihren Glauben – fördern und begleiten, aber in dieser Frage nicht stellvertretend für sie entscheiden.

Die Glaubensentscheidung sehen Baptist:innen als Voraussetzung für die Taufe an. Im Neuen Testament (Matthäus 16, 15) heißt es: “Wer da glaubt und getauft wird…”
Daraus leiten sie ab, dass niemand ohne persönlichen Glauben getauft werden sollte. In der Praxis ist darum die Taufe immer auch mit einem öffentlich abgelegten Glaubensbekenntnis des Täuflings verbunden.

Dass Glaube auch eine Einladung und ein Geschenk Gottes ist, wird durch dieses Taufverständnis nicht in Frage gestellt. Vielmehr werden Bekenntnis und Taufe als Antwort des Menschen auf die Anrede Gottes verstanden. Außerdem wird erwartet, dass Gott im Zusammenhang der Taufe die Kraft und Gaben des Heiligen Geistes verleiht.

Es ist in Baptistengemeinden üblich, dass Säuglinge – oft gemeinsam mit ihrer Familie – in einem Gottesdienst gesegnet werden.

Unter dem Namen “Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden” sind in Deutschland seit 1942 die Baptistengemeinden und die Brüdergemeinden zusammengeschlossen. Ursprünglich gehörten auch sogenannte Elim-Gemeinden zu diesem Verband.

Der Name will deutlich machen: Baptisten sind evangelisch, weil sie das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus Christus und der Liebe Gottes, allen Menschen in Wort und Tat weitergeben wollen.

Baptist:innen sind eine Freikirche, weil sie für die freie und persönliche Glaubensentscheidung des Einzelnen eintreten und weil sie gegenüber dem Staat und anderen Institutionen unabhängig sind. Sie erheben keine Kirchensteuern und finanzieren ihre Arbeit durch freiwillige Spenden und Mitgliederbeiträge. Baptist:innen legen Wert auf die Gemeinde, weil sie die Überzeugung teilen, dass Christ:innen einander auf dem Weg des Glaubens helfen und miteinander den Menschen dienen sollten.

Die Baptist:innen sind evangelische Christ:innen, die sich allein auf die Bibel als Grundlage ihres Glaubens berufen.

Sie verbindet untereinander und mit Christ:innen anderer Konfessionen der persönliche Glaube an Jesus Christus. Die Gemeindemitglieder vertrauen darauf, daß Gott sie durch den Heiligen Geist zum rechten Verstehen der Bibel und zum Tun seines Willens leitet. Sie versuchen, in ihrem persönlichen Leben Christus nachzufolgen und die Liebe Gottes in dieser Welt erfahrbar zu machen.

Die “Rechenschaft vom Glauben” fasst die wesentlichen Glaubensüberzeugungen zusammen.

Baptist:innen sind – weltweit gesehen – die größte evangelische Kirche. Besonders stark verbreitet sind sie in den USA und in Rußland, aber auch in Teilen Afrikas und Asiens. Der Name ist vom griechischen Wort “baptistein” für “taufen” abgeleitet.

In Deutschland gehören die Baptist:innen zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Dieser Bund zählt rund 88.000 Mitglieder in 930 Gemeinden und Zweiggemeinden. Er bildet damit die größte evangelische Freikirche in Deutschland. Neben den Baptist:innen gehören auch Brüdergemeinden zum Bund. Die Brüdergemeinden haben sich in der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden (AGB) eine eigene Organisationsstruktur geschaffen.

Wie andere Freikirchen auch legen die Baptist:innen Wert auf eine bewußte und mündige Glaubensentscheidung als Grundlage für eine Gemeindemitgliedschaft. Von Getauften wird erwartet, dass sie sich mit ihren Gaben und Möglichkeiten in die Gemeinde einbringen und gemeinsam mit anderen Christ:innen die Liebe Gottes für alle Menschen erfahrbar machen.

Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden pflegt intensive Kontakte zu anderen Kirchen und Christ:innen. Er arbeitet mit anderen Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zusammen, zu deren Gründungsmitgliedern er gehört. Enge Kontakte gibt es im evangelischen Bereich auch zur evangelischen Landeskirche (EKD) und ihren Gliedkirchen.

Die älteste zwischenkirchliche Verbindung in Deutschland ist die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), die die Baptist:innen gemeinsam mit den Methodist:innen und dem Bund Freier evangelischer Gemeinden 1926 gründeten.

Viele Mitglieder des BEFG arbeiten im Rahmen der Deutschen Evangelischen Allianz mit Christ:innen aus anderen evangelischen Kirchen und in gemeinsamen Aktionen und Projekten wie “ProChrist” und dem “Jahr der Bibel” zusammen.

Jede Gemeinde ist für ihre Belange zuständig und organisiert ihre Anliegen selbständig. In der Gemeinde ist die Versammlung der Mitglieder (Gemeindestunde) das höchste Entscheidungsgremium. Hier werden Grundsatzentscheidungen (Finanzen, Personal, Ziele u.a.) getroffen. Eine gewählte Gemeindeleitung (manchmal auch Vorstand, Ältest:innen und Diakon:innen, Leitungskreis o.ä. genannt) führt die operativen Aufgaben aus.

Die Gemeinden sind in regionalen Verbänden (Vereinigungen) zusammengeschlossen. 

Die Baptist:innen unterscheiden sich von anderen (Landes-) Kirchen durch ihre Taufpraxis und ihr Gemeindeverständnis. Die 1834 von dem Hamburger Kaufmann Johann Gerhard Oncken (1800 bis 1884) in Deutschland gegründeten Baptist:innen praktizieren die Taufe der Glaubenden und lehnen die Kindertaufe als unbiblisch ab.

Die Gemeinden sind relativ überschaubar, da sie nur aus getauften Mitgliedern bestehen. Dadurch entsteht oft eine familiäre Atmosphäre. Die Gottesdienste sind offen für Gäste. Einzelne Gemeinde bieten sogar besondere Gottesdienste für Kirchendistanzierte an. Diese Veranstaltungen zeichnen sich aus durch moderne Musik, lebensbezogene Predigten, kleine Theaterstücke und ähnliches. Viele dieser Elemente sind aber auch in “normalen” Sonntagsgottesdiensten üblich geworden.

Die einzelnen Gemeinden sind gegenüber dem Bund eigenständig. Sie finanzieren und verwalten sich selbst. Im Gemeindeleben wird das ”Laienelement” stark betont. Nach baptistischem Verständnis gibt es keine kirchliche Handlung, die ausschließlich ”Amtsträger:innen” vorbehalten wäre.

Eine sehr persönliche Frage, auf die am besten auch persönlich, das heißt in einem Gespräch, zu antworten ist.

Hier soll kurz zusammen gefasst werden: Nach biblischen Verständnis gehört zur Liebeserklärung Gottes an alle Menschen eine bewusste Antwort. Da Jesus Christus nicht nur die großartige Liebe Gottes gezeigt hat, sondern sie auch durch die Hingabe seines Lebens am Kreuz bekräftigt hat, erscheint die einzig angemessene Antwort auf diese Liebe, das eigene Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Diese Hingabe an Gott ist ein lebenslanger Prozess, der aber durch eine bewusste Glaubensentscheidung beginnen kann. Ein kleiner Schritt, ein einfaches Gebet, das aber Auswirkungen auf das weitere Leben hat!

Das Gebet könnte etwa so lauten: Herr Jesus Christus, ich habe von deiner Liebe zu allen Menschen gehört. Ich will sie gern für mich persönlich annehmen. Ich vertraue mein Leben dir an. Ich bitte dich um Vergebung meiner Schuld. Lass mich in der Kraft des Heiligen Geistes leben und dir und anderen Menschen dienen.