Editorial November 2026

Monatsspruch November 2026

Der Herr wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erleben nicht mehr den Krieg.
Jesaja 2,4 (L)

Liebe Lesende, liebe Freund*innen, liebe Geschwister im Glauben!

Neben dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen, direkt am East River in New York, steht eine Skulptur. „Lasst uns Schwerter zu Pflugscharen umschmieden“, von Jewgeni Wutschetitsch. Ein Geschenk der Sowjetunion an die Vereinten Nationen, um den Abrüstungswillen in der Zeit des Kalten Krieges zu symbolisieren. Das war 1959. Dreißig Jahre später fiel die Berliner Mauer. Daran erinnern wir uns jedes Jahr im November, es war der 9.11.1989.

Gute 2700 Jahre zuvor begann der Text zu wachsen, wie wir ihn im Prophetenbuch Jesaja lesen, die Vision eines Friedens, auf die jene Skulptur sich bezieht, die den Vereinten Nationen im wörtlichen Sinne vor Augen steht. Zweifel sind angebracht, ob diese Vision in den Herzen der Menschen lebt, die sich in diesem Gebäude treffen. Weltfremd scheint es zu sein, wer kann es glauben, das Wort Gottes, wer nimmt die Verheißungen Gottes ernst und die Ewige beim Wort?

Jesaja spricht zum Volk Israel und zur Völkergemeinschaft, zu allen Nationen. Recht und Gerechtigkeit sollen sein, mehr noch, Frieden soll werden auf Erden. Es ist ein Irrglaube, zu meinen, Frieden entstünde durch Schwerter und Lanzen. Darauf weist Jesaja hin und so wird Gott die Völker und Nationen zurechtweisen und Recht schaffen auf seine Weise.

Peter Jörgensen