Editorial März 2026

Monatsspruch März 2026

Und Jesus weinte. (Joh 11,35)

Liebe Lesende, liebe Freund:innen, liebe Geschwister im Glauben!

In der Passionszeit fließen viele Tränen. Immer wieder. Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Kein leichter Gang. Denn Jesus weiß, was geschehen wird. Die Nähe seiner engsten Freunde tut ihm gut. Lazarus und seine Schwestern Marta und Maria waren voller tiefer Zuneigung für ihn. Und Jesus liebte Marta und ihre Schwester und Lazarus. Als Lazarus sterbenskrank war, ließen die Schwestern Jesus ausrichten: „Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank.“ Doch Jesus ließ auf sich warten. Als er dann nach Betanien kam, war Lazarus bereits tot. Die Schwestern weinten sehr um ihren Bruder, und alle die kamen, um sie zu trösten, leideten mit ihnen. Jesus war tief erschüttert und erregt. Er wollte den toten Freund sehen. Seine Augen füllten sich mit Tränen, voller Mitgefühl für die Untröstlichkeit der Leidtragenden und Trauernden und selbst voller Zorn und Schmerz. Er betet und ruft laut: „Lazarus, komm aus dem Grab!“ Und Lazarus kommt heraus.

In diesem Jahr ist das Motto der Aktion „7 Wochen ohne“, auf Härte zu verzichten und stattdessen mit Gefühl unterwegs zu sein. Mit Gefühl. Mitgefühl. Empathie. Das können wir bei Jesus lernen. Der empathische Gott. Es sind harte Zeiten. Menschen mit Macht meinen, Härte zeigen zu sollen. Sie wollen es so. Sie bringen auf diese Weise Millionen von Menschen ins Grab. Gewalt und Härte führen in den Abgrund. Gott aber führt aus der Tiefe und dem Tod heraus und ruft uns ins Leben. Er kann harte Herzen und auch solche, die aufgehört haben zu schlagen, erneut zum Leben und zur Liebe erwecken. Wir beten darum, dass dieses Wunder geschieht.

Peter Jörgensen