Monatsspruch April 2026
Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
(Joh 20,29)
Liebe Lesende, liebe Freund:innen, liebe Geschwister im Glauben!
In dem empfehlenswerten Buch von Matthias Drodofsky „Und dann stirbt Gott“ gibt es den Abschnitt „Berühren – Nicht festhalten“. Ich zitiere:
Thomas konnte nicht glauben,
Dass er lebte,
Bis er ihn berührte.
Jesus begegnet ihm und sagte:
„Lege deine Hände in meine Wunden.“
Berühre mich.
Wir können Jesus,
Wir können Gott,
Nicht festhalten.
Aber
Wir können Jesus,
Wir können Gott
Berühren.
Indem wir in die Wunden fassen.
Indem wir die Wunden berühren.
In den Wunden der Welt,
Da ist Gott berührbar.
Anfassbar.
Nicht da, wo wir Gott
Oder die heiligen Momente
Festhalten wollen,
Sondern da,
Und wenn
Wir die Wunden dieser Welt berühren.
Thomas antwortet:
„Mein Herr und Gott.“
Vom Zweifeln ins Bekennen!
Eine Transformation.
Herr und Gott
Das klang für die Menschen bitter vertraut:
So ließ sich der Kaiser in Rom bezeichnen.
Aber Thomas erkennt den Herrn und Gott
Nicht auf dem Thron
Er erkennt ihn an den Wunden.
Eine feine Kritik
An den unfeinen Herrschern.
Bekenntnis der Hoffnung:
Gott ist da
Wir erkennen Gott
In den Wunden der Welt.
Ich wünsche eine weiterhin gesegnete Passionszeit und fröhliche Ostern.
Peter Jörgensen